Geboren wurde Günter Patoczka 1956 in Gmunden (Austria). Seine Kindheit verbrachte er im Innviertel. Hier entwickelte sich seine Liebe zur Zeichnung und Malerei. Patoczka greift öfter zeichnerisch auf diese unbekümmerte Zeit der Jugend zurück. Anschließend ging er nach Salzburg, wo er nach einiger Zeit der Sinnsuche am Mozarteum Bühnenbild, Theatermalerei und Kostüm studierte. Nach dem Studienabschluss 1977 war er bis 1983 an vielen internationalen Bühnen tätig. Ständig von dem Wunsch begleitet sich noch intensiver mit Malerei und Zeichnung zu beschäftigen beschloss Patoczka 1983 den Schritt zur Selbständigkeit und gründete sein erstes Atelier in Aspach (OÖ). Seit dieser Zeit arbeitet er im Innviertel als bildender Künstler (Malerei, Zeichnung, Installation und Bühnenbild). Patoczka ist Vater von vier Kindern (Evelyn, Anna, Florian, Judith) und verheiratet mit Dorothea.

Anfänglich der gegenständlichen Malerei zugetan entwickelte er nach einigen Jahren seine eigene abstrakte Bildsprache. In letzter Zeit arbeitet Patoczka hauptsächlich mit Acryl auf Leinwand, Karton und Papier.
Patoczka sieht sich als Maler und Grafiker. Er lässt sich nicht eindeutig katalogisieren. Das tun auch die Künstlervereinigungen nicht, die ihn als Mitglied schätzen (seit 1985 die Innviertler Künstlergilde 1989 die Salzkammergutgilde).

121 Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland
Arbeiten befinden sich in öffentlicher und privater Hand

Über seine Arbeit schreibt Meinrad Mayrhofer, Vorsitzender der Innviertler Künstlergilde:
Patoczka ist auf der Suche nach „Dem Bild an sich“ nicht in der Abbildung einer vermeintlichen Wirklichkeit, sondern im Schaffen einer neuen Wirklichkeit als Bild. Die Wahrnehmung der Umwelt fließt erst nach einem Transformationsprozess durch den Künstler in das Bild ein. Bei jedem neuerlichen Malakt lässt sich der Künstler aufs Neue mit dem Unvorhersehbaren ein. Es sind Expeditionen in die Tiefe, an die Substanz menschlichen Seins. Nur mit dem nötigen Rüstzeug - Linie, Form und reduzierte Farbigkeit - geht es los um offen und sensibel jeder Zeit der Intuition folgen zu können. (Auszug)